In Medizinforschung ohne Patienten einsame Spitze

von Dr. Christian Ullmann

Unter dem Titel "Nazis, Nadeln und Intrigen" hat der aus Deutschland stammende britische Professor Edzard Ernst mit allen selbst ausgewiesenen Titeln MD, Ph, FMedSci, FSB, FRCP, FRCPEd seine Autobiografie veröffentlicht, mit der er gegen alternative und komplementäre Heilverfahren und seine Widersacher zu Felde zieht und sich als Enthüller der Verstrickungen dieser Medizin mit Nazi-Deutschland präsentiert. Fast kritiklose Unterstützung findet Ernst seit Jahren bei den meinungsbildenden Medien in den deutschsprachigen Ländern. So veröffentlichen Süddeutsche Zeitung, Tages-Anzeiger in Zürich und Basler Zeitung im März 2015 unter dem Titel "Wir lassen uns viel zu viel gefallen" ein ganzseitiges Interview mit Edzard Ernst.

Um Legendenbildungen entgegenzutreten, versucht der Autor Dr. Christian Ullmann, der seit Jahren die seltsame Publikationstätigkeit Ernsts verfolgt und zahlreiche seiner Aufsätze analysiert hat, eine Würdigung des Gesamtwerks.

Wenn deutsche Medien über komplementäre und alternative Heilverfahren informieren wollen, darf die Bezeichnung "sanfte Medizin" nicht fehlen: So etwa in einer WDR-Sendung "Sanfte Medizin und satte Gewinne" , in dem Focus-Titel "Die Wahrheit über sanfte Medizin" und zuletzt in dem Spiegel-Wissen-Themenheft "Natürlich heilen - Gesund mit sanfter Medizin".

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