Eine psychologische und bildungswissenschaftliche Analyse — Ingeborg L. Weber MSc, Dr. Dimitrios Kampanaros

In seiner Dissertation untersucht Dimitrios Kampanaros mit dieser These, welche Effekte verschiedene Bildungsangebote auf die kognitiven Leistungen älterer Menschen haben und stellt dar, welchen Einfluss die Persönlichkeit auf diese Effekte ausübt. Darüber hinaus wird aufgezeigt, wie diese Erkenntnisse bei der Planung und Durchführung von Interventionen in der Erwachsenenbildung eingesetzt werden können. Im Kontext des demographischen Wandels werden diese Überlegungen immer wichtiger. Auch diese Arbeit zeigt, was weltweite Studien belegen, dass der gesundheitliche Status abhängig von der Bildung ist.

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ANME e.V. fordert effektive CAM Forschung in Europa

Die Ende 2012 veröffentlichte CAMbrella-Studie1 macht die desaströse Lage der CAM Forschung in der EU nur zu deutlich: Was in Indien, China, den USA und Australien schon vor einiger Zeit von den Regierungen geregelt, gefördert, organisiert und kontrolliert wurde, dümpelt in Europa privat finanziert individuell vor sich hin: Eine unabhängige CAM Forschung und deren Verwendung.

CAM (Komplementär- und Alternative Medizin) ist der politische Sammelbegriff für verschiedenste Naturheilverfahren, traditionelle Medizin und Gesundheitsförderung, die in der EU von mehr als 100 Millionen Menschen genutzt und von 328.000 registrierten CAM Praktikern angewandt werden. Als meist angewandte CAM-Verfahren nennt die Studie Homöopathie, Akupunktur und Chiropraktik.

von Prof. Dr. Dr. Harald Walach , Leiter des Instituts für transkulturelle Gesundheitswissenschaften (IntraG) an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)

Alles, was heutzutage nicht so einfach erklärbar ist, reklamiert für sich die Beschreibung „Quanten-“ irgendwas. Das ist keine so gute Idee, finde ich, denn es suggeriert Wissen, Erkenntnis und Segnungen aus der Gralsburg der Wissenschaft, der Quantentheorie. Aber so sind die Leute halt, und bestimmte Dinge kommen denn eben mit dem Etikett „Quanten-“ daher, bei denen man keinerlei Ahnung hat, was eigentlich drin steckt.

So ist es auch mit der Quantenheilung, die von Manuela Pietza im Rahmen einer Promotion bei uns untersucht wurde (online unter http://opus.kobv.de/euv/volltexte/2014/94/pdf/Wirksamkeitsstudie_Quantenheilung.pdf publiziert; wir werden die Arbeit auch in Kürze in der begutachteten wissenschaftlichen Literatur publizieren). Kurz vor der Sommerpause hat sie sie verteidigt, und ich dachte, es ist vielleicht auch für einen breiteren Kreis interessant.

Was verbirgt sich hinter der „Quantenheilung“? Es ist ein Verfahren, das sich, wie viele analoge auch, der relativ neuen Richtung der „energy psychology“ zurechnet, über die es mittlerweile eine ganze Reihe von Wirksamkeitsstudien gibt [1]. Sie alle zeigen: irgendwas funktioniert hier anscheinend. Die Verfahren selber sind extrem heterogen. Drei Gemeinsamkeiten verbindet sie:

Beitrag von Prof. Harald Walach, klinischer Psycho­loge, Philo­soph und Wissen­schafts­his­toriker

Ich hatte in meinem letzten Beitrag zur Methodenlehre den Zusammenhang zwischen Effektgröße, Stichprobengröße und Signifikanz durchdekliniert. Wer sich das Wichtigste gemerkt hat weiß: Auch jeder noch so kleine Effekt kann signifikant gemacht werden, wenn er vorhanden ist, vorausgesetzt man hat die entsprechenden Mittel. Was sich alle Leser immer wieder fragen sollten: Ist der Effekt sein Geld wert? Ist die Größe des Effekts für praktische Zwecke groß genug? Darüber hinaus stellt sich bei kleinen Effekten natürlich immer die Frage: Sind denn auch wirklich alle Studien bekannt und berücksichtigt? Denn klarerweise macht bei kleinen Effekten, wenn man sie nun in Meta-Analysen oder Reviews zusammenfasst, das Fehlen einiger negativen oder weniger stark positiver Studien gleich einen großen Unterschied aus.
Wie dies alles zu Buche schlägt kann man an einem aktuellen Beispiel besichtigen: dem Cochrane- Review über die Wirksamkeit von Neuraminidase-Hemmern zur Behandlung von Grippe und zur Vorbeugung gegen Grippe-Komplikationen, der von Jefferson und Kollegen soeben in neuer Version vorgelegt wurde [1].
Wir erinnern uns: Im Jahr 2009 bricht eine neue Welle der Schweine-Grippe aus, die vom Virus A/H1N1 verursacht wird. Ich kann mich noch gut erinnern und war damals in England. Die Zeitungen berichteten fast hysterisch.
Es lohnt sich, heute, aus fünfjähriger Distanz, den Originalton noch einmal Revue passieren zu lassen.

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Eine randomisierte, kontrollierte Pilotstudie

Autor: Sabrina Mager und Ingeborg L. Weber
Veröffentlicht in: © Karl F. Haug Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co. KG

Die Pilotstudie untersuchte den Effekt einer zusätzlichen, kinesiologischen Methode („Touch for Health, 14-Muskelbalance“) bei knochenmarkstransplantierten Patienten mit Leukämie. Die Behandlungsgruppe erhielt neben der Rehabilitationsbehandlung 3× wöchentlich eine kinesiologische Behandlung. Verglichen wurde die Veränderung der Maximalkraftverhältnisse des M. quadriceps femoris und der ischiokruralen Muskulatur jeweils zu Beginn und am Ende der Rehabilitation durch standardisierte Messung mit einem Dynamometer. Es zeigten sich keine signifikanten Gruppenunterschiede bezüglich der Maximalkraft. Allerdings ergaben sich für die Behandlungsgruppe im Trend bessere Ergebnisse bezogen auf Extensionskräfte im Knie.

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