Acht Jahre Anerkennung als Immaterielles Kulturerbe: Welt-Akupunktur-Tag!

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Feier in Paris, 15. November 2018, UNESCO-Hauptsitz

Bericht von Nora Laubstein

Vor dem grauen Betonpalast der UNESCO in Paris wartete bereits seit 8:00 Uhr eine Besucherschar aus der ganzen Welt darauf eingelassen zu werden. Mit einiger Verspätung war es dann soweit: Herr Dr. Denis Colin, der Präsident der WADO (World Acupuncture Day Organisation), moderierte die Veranstaltung, zu der eine große Anzahl chinesischer Vertreter erschienen waren.

Als erster Redner sprach sich der Präsident der WFAS (World Federation of Acupuncture Societies), Professor Liu Bao-Yan, energisch für wissenschaftliche Forschung und Integrative Medizin aus. Er verwies auf die besondere Rolle die den weltweit aufgebauten 34 Akupunktur-Service-Centern dabei zukommt.

Der Abgeordnete des Pariser Stadtparlaments, Herr Buon Huong Tan, beschrieb den 2009 gestellten Antragsverlauf zur Anerkennung von Akupunktur als Immaterielles Kulturerbe. Zwei Krankenhäuser, das St.Salpitiere in Paris und ein Krankenhaus in Hongkong, lieferten die praktischen Grundlagen für den Antrag bei der UNESCO.

ANME - Symposium „Naturheilmittel – nach individuellem Maß“ und die Verleihung des ANME - Förderpreises, 26. + 27.10.2018 in Berlin

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Presse Mitteilung

Mit einer polizeilich genehmigten Teezeremonie vor dem Deutschen Reichstag begann am Freitagnachmittag das Symposium der Association for Natural Medicine in Europe e.V. Trotz vielfältiger Bemühungen waren weder Vertreter der Hauptstadtpresse noch Funktionsträger aus der Politik dazu bereit am Symposium teilzunehmen, oder sich aus erster Hand zum Thema zu informieren.
Das europäische Netzwerk für komplementäre Methoden und Alternativmedizin (CAM) hatte sich in diesem Jahr darauf verständigt, die Vertreter der CAM in Deutschland zu einem nationalen Symposium im botanischen Garten von Berlin zusammenzubringen. Es ergab sich eine imposante Mischung von 21 Verbänden und Herstellern, die das vielseitige, moderne Spektrum wiederspiegelten.
Die Laudatio auf den ANME-Förderpreisträger 2018, den PhytAro-Heilpflanzengarten von Gudrun und Peter Germann, hielt die Vorsitzende Nora Laubstein*.

Balneotherapie = Wassertherapie + X im Badezimmer?

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Ein Bericht von der 13. Vincenz Priessnitz Konferenz vom 5. – 7. Oktober in Jesenik, Tschechien von Nora Laubstein (ANME + DNB)

Das Hauptthema der diesjährigen Konferenz war von den Veranstaltern, der Spolecnost (Gesellschaft) Vincenze Priessnitze z.s. und der Priessnitz Heilbad AG (Priessnitzovy lecebne lazne a.s.), wie folgt definiert: „Die Geschichte und die Gegenwart der Badekur in Mitteleuropa“.

Der Vorsitzende der „Gesellschaft Vincenz Priessnitz“, Dr. Jaroslav Novotny eröffnete die Konferenz mit seinem Vortrag über die Wirkung von Balneotherapie bei psychisch Erkrankten. Grundlage seiner Studie war der Knobloch-Fragebogen No5, mit dem allerdings keine eindeutigen Ergebnisse einer einzelnen Maßnahme gemessen werden konnten. Die 2017 durchgeführte Studie startete mit 100 Patienten, am Ende verblieben 69 Personen. Bei allen TeilnehmerInnen handelte es sich um Angststörungen, die mit 33 Fragen um subjektive Verbesserungen abgefragt wurden. Die ganze Zeit über wurden keine Änderungen der bestehenden pharmazeutischen Medikation vorgenommen.

Die Kosten für diese qualitative Forschung müssen die Kureinrichtungen selber tragen, obwohl die Depression zurzeit die häufigste Erkrankung in Tschechien darstellt. Um wenigstens die Behandlungskosten der Patienten erstattet zu bekommen muss ein Psychiater die stigmatisierende Diagnose stellen.

Neben den heilsamen Bedingungen eines Kurortes (Klima, Umgebung, Renommee) gehören Spaziergänge, gesellschaftliche Aktivitäten zu den unerlässlichen Faktoren bei einer hydrotherapeutischen Behandlung. Solch eine Behandlungsdauer beträgt 21 bis 28 Tage, gilt als medizinische Behandlung, und wird bei vorliegender Verordnung eines Psychiaters voll vom staatlichen System bezahlt. Diese Form der Behandlung dient als Alternative zur klinischen Einweisung in die Psychiatrie.

Alle folgenden Vorträge (siehe unten: Programm) bewiesen die moderne Vielfalt balneotherapeutischer Anwendungs- und Kombinationsmöglichkeiten.

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Im PHÖNIX-Laboratorium steigt „Spagyro“ aus der Asche!

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von Nora Laubstein

Es ist heute selbstverständlich, dass Patienten und Verordnern in ganz Europa homöopathische und pflanzliche Arzneimittel zur Verfügung stehen. Doch woher kommen diese Arzneimittel? Von der „Pharmaindustrie“ lautet häufig die schnelle Antwort; jedoch handelt es sich dabei um eine Sammelbezeichnung, die die mittelständischen Familienunternehmen mit circa 40 Angestellten in einen Topf mit globalen Akteuren wie SANOFI, PFIZER oder BAYER wirft.

Warum es so wichtig ist hier einen großen Unterschied zu machen, soll das folgende Beispiel der PHÖNIX-Laboratorium GmbH aus Bondorf↗ in Baden-Württemberg zeigen:

Die Firma wurde 1925 von Conrad Johann Glückselig gegründet. Gemäß paracelsischer Tradition entwickelte er spagyrische Arzneimittelkompositionen, die 2004 ins Homöopathische Arzneimittelbuch (HAB) als Verfahren 54 aufgenommen wurden. Dieses Verfahren unterscheidet drei verschiedene Wege der Herstellung in Vorschrift a, b und c. Im Rahmen der Nachzulassung wurden die Arzneimittel der Firma in die Nachregistrierung überführt und verloren dadurch ihren Hinweis auf ein Anwendungsgebiet.

So erging es auch den anderen mittelständischen spagyrischen und homöopathischen Unternehmen, die ihr eigenes, besonderes und einzigartiges System zur Herstellung nutzen.

Bei all diesen spagyrischen Herstellungssystemen gibt es einen gemeinsamen Ausgangspunkt: Paracelsus! Es handelt sich hier um ein kulturelles Erbe, dessen Entwicklungsweg und Gebrauch über die unterschiedlichsten Personen im europäischen Alpenraum begründet wurde und heute in die Moderne und deren Gesetzgebung überführt wird.

Petition an die Bildungsverantwortlichen in der EU und in den Mitgliedstaaten

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Bürgerbewegung für „Humane Bildung“

Die Allianz ELIANT↗ startet zum 30. März eine neue Petition die sich mit der Digitalisierung an unseren Schulen befasst. Unter dem Stichwort "Digitale Bildung“ sollen schon in den Kitas und Grundschulen, Smartphones, Tablets und WLAN die Förderung der Kleinsten gestalten und den Unterrricht in den Schulen dominieren. Das Recht der Kinder auf eine Entwicklungszeit, um mit allen Sinnen, durch Bewegung und kreatives Spiel ihre realweltliche Umwelt zu erobern, gerät zunehmend in Gefahr!

»Nach einer Erhebung des Deutschen Jugendinstitutes aus dem Jahr 2016 haben 11 Prozent der Einjährigen, 26 Prozent der Zweijährigen, 31 Prozent der Dreijährigen und 37 Prozent der Vierjährigen Erfahrungen mit Apps.«

Die Unterzeichner dieser Petition setzen sich europaweit für eine „Humane Bildung“ ein. Es werden europaweit Fachleute und engagierte Eltern gesucht, die mithelfen wollen, eine echte »Bildungsbewegung« in Gang zu bringen.

Engagieren auch Sie sich, indem Sie die Petition unterschreiben und sie in Ihrem Bekanntenkreis weiterleiten.

Unterschriftenliste Aufruf zur Mitarbeit

Pressemitteilung: Mehr Geld für Prävention in der Pflege

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Der Kneipp-Bund ruft zu einem Umdenken im Pflegesystem auf

Bad Wörishofen / Bad Lauterberg, 30. November 2017 – Der Kneipp-Bund ruft zu einem Umdenken im Pflegesystem auf. „Jetzt ist die Zeit für mehr Prävention in der Pflege. Es darf nicht sein, dass die Würde des Menschen vom Alter abhängt“, so der Präsident des Kneipp-Bundes, Klaus Holetschek, MdL. Das Präsidium und der Beirat des Kneipp-Bundes treffen sich in an diesem Wochenende in Bad Lauterberg zur letzten Sitzung des Jahres, um Bilanz zu ziehen und die Arbeitsschwerpunkte für 2018 festzulegen. „Wir müssen uns die Frage stellen, was uns gute Pflege wert ist. Denn wenn weiter nichts geschieht, wird sich die Situation zwangsläufig verschärfen. Und betroffen davon werden nahezu alle Familien sein. Prävention muss als Gesundheitsförderung gesehen werden“, so Holetschek. Deutschlands größte private Gesundheitsorganisation appelliert an die Entscheidungsträger der Politik, der Krankenkassen, der Wirtschaft und Wissenschaft und fordert einen stärkeren gesellschaftlichen Willen zur Veränderung. Der demografische Wandel und die steigende Lebenserwartung werden das Pflegesystem mit voller Wucht treffen.

 Lesen Sie weiter im beigefügten PDF-DokumentAnhang

“Wissenschaft-Innovation-Politik”

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Bericht vom 9. Welt-Gesundheits-Treffen 2017 in Berlin, 15.-17. Oktober

von Nora Laubstein

Unter der Schirmherrschaft von Angela Merkel, Emmanuel Macron und dem deutschen Gesundheitsminister Herman Gröhe trafen sich circa 2000 TeilnehmerInnen zum drei-tägigen Welt-Gesundheitstreffen (WHS) in Berlin. Den Vorsitz in diesem Jahr hatte Helene Boisjoly, University of Montreal und der WHS-Gründungspräsident Detlev Ganten, Charite-Universität. Beide Universitäten sind Partner der M8-Alliance, einem 2009 gegründeten Netzwerk von zwanzig globalen akademischen Gesundheitszentren, Universitäten und nationalen Akademien.

Probiotika – Arzneimittel mit Bakterien

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von Dr. Uwe Peters 

Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht auf den Zusammenhang von Darmbakterien und verschiedenen chronischen Erkrankungen verwiesen wird. Aber viele Informationen bringen mehr Ungewissheit als Klarheit in den therapeutischen Alltag. Dazu kommen nationale und EU-Regularien, die es den Herstellern besonders schwermachen, bewährte Präparate weiterhin auf dem Markt zu halten. 

Wichtig für den Therapeuten:

Viele Produkte mit Milchsäurebakterien sind Nahrungsergänzungsmittel, Medizinprodukte oder diätetische Lebensmittel. Für die Laktobazillen hat die EU seinerzeit keine sogenannten „Health Claims“(= gesundheitsbezogene Angaben) zugelassen.

Bedauerlich auf der einen Seite – denn zahlreiche seriöse Arzneimittelhersteller bieten gut dokumentierte Produkte an, die sich zum Teil Jahrzehnte lang bewährt haben. Verständlich auf der anderen Seite – denn mit markigen Werbesprüchen und Namensgebungen werden Erwartungen geweckt, die nicht erfüllt werden können. Milchsäurebakterien sollen Stress, Migräne, oder gar Parkinson heilen. Das geht eindeutig zu weit!