Im PHÖNIX-Laboratorium steigt „Spagyro“ aus der Asche!

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von Nora Laubstein

Es ist heute selbstverständlich, dass Patienten und Verordnern in ganz Europa homöopathische und pflanzliche Arzneimittel zur Verfügung stehen. Doch woher kommen diese Arzneimittel? Von der „Pharmaindustrie“ lautet häufig die schnelle Antwort; jedoch handelt es sich dabei um eine Sammelbezeichnung, die die mittelständischen Familienunternehmen mit circa 40 Angestellten in einen Topf mit globalen Akteuren wie SANOFI, PFIZER oder BAYER wirft.

Warum es so wichtig ist hier einen großen Unterschied zu machen, soll das folgende Beispiel der PHÖNIX-Laboratorium GmbH aus Bondorf↗ in Baden-Württemberg zeigen:

Die Firma wurde 1925 von Conrad Johann Glückselig gegründet. Gemäß paracelsischer Tradition entwickelte er spagyrische Arzneimittelkompositionen, die 2004 ins Homöopathische Arzneimittelbuch (HAB) als Verfahren 54 aufgenommen wurden. Dieses Verfahren unterscheidet drei verschiedene Wege der Herstellung in Vorschrift a, b und c. Im Rahmen der Nachzulassung wurden die Arzneimittel der Firma in die Nachregistrierung überführt und verloren dadurch ihren Hinweis auf ein Anwendungsgebiet.

So erging es auch den anderen mittelständischen spagyrischen und homöopathischen Unternehmen, die ihr eigenes, besonderes und einzigartiges System zur Herstellung nutzen.

Bei all diesen spagyrischen Herstellungssystemen gibt es einen gemeinsamen Ausgangspunkt: Paracelsus! Es handelt sich hier um ein kulturelles Erbe, dessen Entwicklungsweg und Gebrauch über die unterschiedlichsten Personen im europäischen Alpenraum begründet wurde und heute in die Moderne und deren Gesetzgebung überführt wird.

Petition an die Bildungsverantwortlichen in der EU und in den Mitgliedstaaten

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Bürgerbewegung für „Humane Bildung“

Die Allianz ELIANT↗ startet zum 30. März eine neue Petition die sich mit der Digitalisierung an unseren Schulen befasst. Unter dem Stichwort "Digitale Bildung“ sollen schon in den Kitas und Grundschulen, Smartphones, Tablets und WLAN die Förderung der Kleinsten gestalten und den Unterrricht in den Schulen dominieren. Das Recht der Kinder auf eine Entwicklungszeit, um mit allen Sinnen, durch Bewegung und kreatives Spiel ihre realweltliche Umwelt zu erobern, gerät zunehmend in Gefahr!

»Nach einer Erhebung des Deutschen Jugendinstitutes aus dem Jahr 2016 haben 11 Prozent der Einjährigen, 26 Prozent der Zweijährigen, 31 Prozent der Dreijährigen und 37 Prozent der Vierjährigen Erfahrungen mit Apps.«

Die Unterzeichner dieser Petition setzen sich europaweit für eine „Humane Bildung“ ein. Es werden europaweit Fachleute und engagierte Eltern gesucht, die mithelfen wollen, eine echte »Bildungsbewegung« in Gang zu bringen.

Engagieren auch Sie sich, indem Sie die Petition unterschreiben und sie in Ihrem Bekanntenkreis weiterleiten.

Unterschriftenliste Aufruf zur Mitarbeit

Pressemitteilung: Mehr Geld für Prävention in der Pflege

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Der Kneipp-Bund ruft zu einem Umdenken im Pflegesystem auf

Bad Wörishofen / Bad Lauterberg, 30. November 2017 – Der Kneipp-Bund ruft zu einem Umdenken im Pflegesystem auf. „Jetzt ist die Zeit für mehr Prävention in der Pflege. Es darf nicht sein, dass die Würde des Menschen vom Alter abhängt“, so der Präsident des Kneipp-Bundes, Klaus Holetschek, MdL. Das Präsidium und der Beirat des Kneipp-Bundes treffen sich in an diesem Wochenende in Bad Lauterberg zur letzten Sitzung des Jahres, um Bilanz zu ziehen und die Arbeitsschwerpunkte für 2018 festzulegen. „Wir müssen uns die Frage stellen, was uns gute Pflege wert ist. Denn wenn weiter nichts geschieht, wird sich die Situation zwangsläufig verschärfen. Und betroffen davon werden nahezu alle Familien sein. Prävention muss als Gesundheitsförderung gesehen werden“, so Holetschek. Deutschlands größte private Gesundheitsorganisation appelliert an die Entscheidungsträger der Politik, der Krankenkassen, der Wirtschaft und Wissenschaft und fordert einen stärkeren gesellschaftlichen Willen zur Veränderung. Der demografische Wandel und die steigende Lebenserwartung werden das Pflegesystem mit voller Wucht treffen.

 Lesen Sie weiter im beigefügten PDF-DokumentAnhang

“Wissenschaft-Innovation-Politik”

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Bericht vom 9. Welt-Gesundheits-Treffen 2017 in Berlin, 15.-17. Oktober

von Nora Laubstein

Unter der Schirmherrschaft von Angela Merkel, Emmanuel Macron und dem deutschen Gesundheitsminister Herman Gröhe trafen sich circa 2000 TeilnehmerInnen zum drei-tägigen Welt-Gesundheitstreffen (WHS) in Berlin. Den Vorsitz in diesem Jahr hatte Helene Boisjoly, University of Montreal und der WHS-Gründungspräsident Detlev Ganten, Charite-Universität. Beide Universitäten sind Partner der M8-Alliance, einem 2009 gegründeten Netzwerk von zwanzig globalen akademischen Gesundheitszentren, Universitäten und nationalen Akademien.

Probiotika – Arzneimittel mit Bakterien

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von Dr. Uwe Peters 

Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht auf den Zusammenhang von Darmbakterien und verschiedenen chronischen Erkrankungen verwiesen wird. Aber viele Informationen bringen mehr Ungewissheit als Klarheit in den therapeutischen Alltag. Dazu kommen nationale und EU-Regularien, die es den Herstellern besonders schwermachen, bewährte Präparate weiterhin auf dem Markt zu halten. 

Wichtig für den Therapeuten:

Viele Produkte mit Milchsäurebakterien sind Nahrungsergänzungsmittel, Medizinprodukte oder diätetische Lebensmittel. Für die Laktobazillen hat die EU seinerzeit keine sogenannten „Health Claims“(= gesundheitsbezogene Angaben) zugelassen.

Bedauerlich auf der einen Seite – denn zahlreiche seriöse Arzneimittelhersteller bieten gut dokumentierte Produkte an, die sich zum Teil Jahrzehnte lang bewährt haben. Verständlich auf der anderen Seite – denn mit markigen Werbesprüchen und Namensgebungen werden Erwartungen geweckt, die nicht erfüllt werden können. Milchsäurebakterien sollen Stress, Migräne, oder gar Parkinson heilen. Das geht eindeutig zu weit!

Das Europäische Patentamt stellt Patentierbarkeit von Pflanzen und Tieren klar

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Das Europäische Patentamt hat Ende Juni folgende Entscheidung getroffen: Ab sofort werden keine Patente für Tiere und Pflanzen aus herkömmlicher Züchtung erteilt. Dies gilt für ganz Europa!

Lesen Sie mehr in der beigefügten Mitteilung

Komplementärmedizin ist Pflichtleistung der Krankenversicherung in der Schweiz

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In der Schweiz lief von 2012 bis 2017 ein Probelauf zur finanziellen Erstattung von fünf verschiedenen CAM-Verfahren: Die Anthroposophische Medizin, die Klassische Homöopathie, die Neuraltherapie, die Phytotherapie und die Traditionelle Chinesische Medizin wurden ab dem 1. Januar 2012 provisorisch bis Ende 2017 unter bestimmten Voraussetzungen im Rahmen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung vergütet.

Mit dem neuen bindenden Grundsatzentscheid des Schweizer Bundesrates vom 16. Juni 2017 bestatigt die Schweizer Regierung, dass die Komplementärmedizin Vorgaben des Krankenversicherungsgesetzes hinsichtlich Wirksamkeit, Gewährleistung hoher Qualität und Sicherheit erfüllt. Von Gesetzes wegen können nur Leistungen vergütet werden, die wirksam und zweckmäßig sind (Art. 32 Voraussetzungen des Krankenversicherungsgesetzes KVG).
Leider wurde die Neuraltherapie herausgenommen. Auch die  zwei neu geschaffenen CAM-Berufe des "Naturheilpraktikers" und des "Komplementärtherapeuten" wurden nicht berücksichtigt.
Inwieweit zukünftig weitere CAM-Verfahren und Berufe mit in die Erstattung einbezogen werden, ist nicht bekannt.

Juristisch sehr bedeutsam ist allerdings die Erfüllung der Kriterien von Wirksamkeit, Qualität und Sicherheit!! Gerade für die Klassische Homöopathie ist dies im Rahmen der weltweiten Angriffe eine große Hilfe. Auch die „Phytotherapie made by Swissmedic“ erhält eine Aufwertung, von der andere Länder plus die EMA lernen können...
Diese Entscheidung des Schweizer Bundesrates kommt zur rechten Zeit und ist eine Ohrfeige für die Skeptikerbewegung. Jedoch ändert sich für Patienten, die andere CAM-Verfahren und Anwender aufsuchen erst mal nichts.

Download PDF-DateiMedienmitteilung des Dachverbands Komplementärmedizin, Dakomed und der Union schweizerischer komplementärmedizinischer Ärzteorganisationen, vom 16. Juni 2017